Wohnungslosenhilfe Ludwigsburg

Dialogkampagne (in Kooperation mit Julian Feil Marketingkommunikation)

Eine Imagekampagne für die Wohnungslosenhilfe? Wie würde der „Ottonormalbürger“ darauf reagieren? Wäre nicht: „Selber schuld“ die erste und: „Was geht mich das an?“ die zweite Reaktion? Ob wohnungslos oder nicht – Schicksalsschläge treffen fast alle Menschen. Nach mehreren Interviews mit Vertretern beider Seiten aber blieb die Frage: „Warum fliegt der eine aus der Kurve, der andere nicht?“ Die Dialogkampagne „selber schuld“ konfrontiert in Ausstellungen und Diskussionsrunden Betrachter und Zuhörer mit ihrem eigenen Vorurteil und dem Schicksal anderer.

Zwei Interviews und zwei halbe Portraits: So tritt ein Wohnungsloser mit einem „etablierten Bürger“ auf dem Ausstellungs-Plakat in Kontakt, und gleichzeitig stellt die Dialog-Kampagne dem Betrachter die Frage: „Warum kommt der Eine mit Schicksalsschlägen klar während sie den Anderen komplett aus der Spur bringen?“ Die Antwort findet sich in den Ausstellungsplakaten und Flyern.

Hinter dem Kampagnenslogan steht kein Frage- oder Ausrufezeichen, sondern – nichts. Er ist Zuspitzung oder Provokation, Frage oder Antwort – je nach Standpunkt des Betrachters.
Gemeinsam mit Julian Feil Marketingkommunikation entwickelte soldan kommunikation diese Dialogkampagne, die Auftakt für eine langfristige Fundraising-Aktion ist.

Unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit – Bürgerinnen und Bürgern, Betroffenen, Vertretern von Stadt und Landkreis – wurde die Ausstellung im Oktober 2010 mit einer Podiumsdiskussion im Landratsamt Ludwigsburg eröffnet. Die Gespräche im Anschluss drehten sich bei vielen Besuchern um die Frage: „Was hat eigentlich bei mir dazu geführt, dass ich nicht aus der Kurve geflogen bin?“

Die Ausstellung geht auf die Reise durch öffentliche Einrichtungen, Schulen und Kirchengemeinden des Landkreises Ludwigsburg.

Kommunikationsmittel:
Infobanner, Infomappe, Infoflyer