Bürgerstiftung Hefezopfwette

Was tut man, wenn man vom Kunden einen Steilpass geliefert bekommt, der vermeintlich so gar nicht zur Zielgruppe des Kunden passt?

Mehr Aufmerksamkeit für das Engagement der Bürgerstiftung Stuttgart lautete das Ziel. Die Vorgabe hieß: eine Hefezopfwette. Aber eigentlich steht der Hefezopf, dieses schwäbische Traditionsgebäck, genau nicht für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter, bei denen die Bürgerstiftung für sich werben wollte. Das waren doch neben den Stuttgarter Honoratioren vor allem auch die eher “multikulturellen” Bürger der mittleren Generation, berufstätige junge Eltern, umfassend interessierte, engagierte Menschen jeden Alters. soldan kommunikation machte aus dem Problem die Lösung: Der Hefezopf wurde zum Kultobjekt. Jeder Stuttgarter und jede Stuttgarterin gleich welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welchen Alters kennt, backt, isst und l i e b t Hefezopf.

Das war die Wette: Die Bürgerstiftung Stuttgart wettete gemeinsam mit dem Ehrenobermeister der Bäckerinnung Stuttgart, dass 50 Hobby-Bäcker oder
-Bäckerinnen 50 Hefezöpfe, gebacken nach 50 unterschiedlichen Rezepten, an einem Stichtag auf den Schlossplatz bringen würden. Dagegen wetteten die Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Susanne Eisenmann, und die à cappella-Gruppe „Die Füenf“.

In den Verkaufsstellen aller Partner warben Postkarten und Plakate mit leidenschaftlich Hefezopf essenden Stuttgarterinnen und Stuttgartern aller Herren Länder, vom Baby bis zur hochbetagten Dame mit dem Slogan „Alle essen Hefezopf“ fürs Mitbacken.

Es musste so kommen: Wette gewonnen! Mehr als 70 Männer (!) und Frauen kamen am 2. Juni 2007 mit ihren Hefezöpfen auf den Schlossplatz, diskutierten mit dem Ehrenobermeister der Bäckerinnung über Rezepte und Missgeschicke beim Backen und verkauften ihre Zöpfe – im Ganzen oder in Scheiben. Die Bäckerinnung spendierte den längsten Hefezopf der Welt. Der Verkaufserlös ging an die Bürgerstiftung.

Kommunikationsmittel:
Plakate, Postkarten, Microsite und Spot für Infoscreens