Bürgerstiftung Stuttgart: Palliative Care für Stuttgart Kommunikationskonzept

„Wie lässt sich in Stuttgart die Kultur im Umgang mit Sterben und Tod verändern?“ lautete im Kern die Frage, auf die das Kommunikationskonzept für das Palliativ-Netz Stuttgart eine Antwort finden sollte. Das hieß: Ein Austausch zwischen allen, die – professionell oder ehrenamtlich – Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten, muss stattfinden; die Kommunikation muss sich konzentrieren auf die Ressourcen unheilbar Kranker, Sterbender und deren Angehöriger; künstlerische Interventionen unterschiedlicher Genres sollten einen neuen kreativen Zugang zu Sterben und Tod eröffnen. Allen Beteiligten war klar: das braucht Zeit, Sensibilität und Begegnungen auf Augenhöhe.

Koordinierte Pflege, bessere Sterbebegleitung und eine unkomplizierte, qualifizierte Unterstützung Angehöriger bei der Suche nach dem richtigen Angebot: Um das zu erreichen, gründete die Bürgerstiftung Stuttgart 2009 (?) das „Palliativ-Netz Stuttgart“ und Soldan Kommunikation schuf dafür eine neue, kreative Herangehensweise an das sensible Thema Sterben und Tod.

Mit der ersten Veranstaltung 2009 begann eine Kommunikation von innen nach außen: Unter dem Motto „Den Stein weitergeben“ traf sich zunächst eine Fachöffentlichkeit zum Austausch. Dass man mit der Aufklärungsarbeit noch ganz am Anfang steht, machte die Präsentation eines Films mit Interviews Stuttgarter Bürger deutlich. Die können mit dem Begriff Palliativ Care nicht allzu viel anfangen. Die Tanzperformance „Den Stein weitergeben: Eine Geschichte von Leben und Tod – und dem Leben nach dem Tod“ der Stuttgarter Choreographin Nina Kurzeja bildete den Höhepunkt dieses Kick-Offs, von dem jeder einen Stein in seiner Manteltasche mit nach Hause trug.

Ein weiterer Vernetzungstag für die Fachöffentlichkeit, der sich in seinem zweiten Teil interessierten Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern mit einer Präsentation öffnete, folgte im Oktober 2010.
Mittelpunkt ist eine „Partner-Arena“, bei der aktive Partner, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob Einzelperson oder Organisation, sich und ihre Arbeit im Rathaus den Stuttgarter Bürgern vorstellen. Jeder, der eine Dienstleistung im Bereich Palliativ Care anbietet, war eingeladen, dem Netzwerk beizutreten. Ein dreidimensionaler Stadtplan gab Auskunft über die bereits bestehenden Vernetzungsknoten in der Stadt. Eine Kampagne für die allgemeine Öffentlichkeit startet 2012.

Kommunikationsmittel und –elemente:
Erscheinungsbild, Veranstaltungskonzeption, Drucksachen, Film (Produktion: Bildmanufaktur), Website


Fotografie: Robert Thiele